Ute Watzl
Autor:
Ute Watzl

Custom Made: KI und AI verbinden pers?nliche Eigenschaften mit Produkten

金凤凰娱乐会所怎么样:Individualisierung bei Sportartikeln: Smarte L?sungen fürs Ego

金凤凰娱乐app怎么样 www.urkhc.com.cn Nichts geht mehr ohne Algorithmen oder gar künstliche Intelligenz. Sie treiben den Trend zum individualisierten Produkt für den Sportler voran, sei es in Kleidung, Equipment oder Trainingssoftware. Der neue Luxus ist ma?geschneidert.

Overall Winner von ISPO Brandnew ist ORIGINAL+

Die vergangene ISPO Munich 2019 hat vor allem eines gezeigt: Die Branche umgarnt das Ego des Kunden. Individualisierung allenthalben, erm?glicht und angefeuert durch Digitalisierungsprozesse im Skibau, in der Textilindustrie, in der Schuhherstellung oder durch tragbare Gadgets und passende Apps. Der Kunde selbst bringt sich in die Entwicklungs- und Produktionsprozesse mit ein und hinterl?sst seinen ganz pers?nlichen Fingerabdruck im Produkt, sei es durch das selbst entworfene Design oder seine biometrischen Daten. Das Ziel: ein unverwechselbares, einzigartiges, vielleicht sogar ein Sammlerstück oder aber individuell regulier- und adaptierbare Funktionen, angepasst an die wechselnden Bedürfnisse des Kunden.

Original+ erstellt individuelle Ski

Zum Beispiel Original+. Der diesj?hrige Gewinner des ISPO Brandnew Award will die Skiindustrie herausfordern, sich eine Nische suchen im schwer umk?mpften Markt und nach eigenen Aussagen den Status Quo hinterfragen. Wie? Indem er den Skifahrer und Kunden beim Entwurf des eigenen Skis mit ins Boot holt. über die Software Origo macht der Kunde Angaben zum individuellen K?nnen und gibt Daten zum pers?nlichen K?rperbau, Fahrstil und Geschmack preis. Aus ihnen errechnet ein selbst entwickelter Algorithmus den individuellen Ski, der mit der passenden Steifigkeit und entsprechenden Tuning-Parametern produziert wird. Das Ganze l?uft direkt und online, einen H?ndler braucht es dazu nicht mehr. Für 620 Euro bekommt der Kunde das Gefühl: Mein Ski – den gibt’s nur einmal.

Der pers?nlich signierte Ski von K?stle

Dazu müsste man nach Meinung des ?sterreichischen Skibauers K?stle allerdings noch weiter gehen. Das Unternehmen aus Hohenems in Vorarlberg hat spezielle Terminals für H?ndler entwickelt, auf denen mithilfe der Software iD4 der individuelle Ski in vier Dimensionen entworfen wird: Terrain, Skilevel, Anatomie und Design. Der Kunde speist die Software mit seinen Angaben zu K?rperbau, Fahrstil und bevorzugtem Gel?nde, der Algorithmus errechnet den passenden Ski, dessen konfigurierte Daten nach Vorarlberg weitergeleitet werden.

Dort wird die Produktion automatisch gestartet, inklusive des pers?nlichen Designs. Ein eigens dafür entwickelter Drucker druckt selbst die Initialen und die pers?nliche Signatur des Kunden in Lack auf die Folie. Die Wirkung auf das Kunden-Ego bleibt nicht aus. Kein Ski wird aus einer bestehenden Palette ausgew?hlt, jedes Paar ist einzigartig, nach fünf Arbeitstagen fertig und kostet 2400 Euro. Der erste Computer habe schlie?lich auch eine Million Dollar gekostet und das Ziel sei es, so hei?t es aus dem Unternehmen, die Prozesse so zu optimieren, dass eine gr??ere Anzahl von Kunden zu einem besseren Preis beliefert werden kann.

?hnlich wie Original+ arbeitet die Schweizer Firma BBoard. Sie bietet das entsprechende Customizing für Snowboards mit dem Zusatz, dass der Kunde auch das Design nach seinen Wünschen gestalten kann.

Customizing wird auch zum Schlagwort in der Schuhproduktion. Jeder Fu? ist anders, jeder Mensch hat unterschiedliche Laufeigenschaften. Dieser Gedanke steht hinter Ecco Quant-U. Der d?nische Schuhhersteller Ecco verarbeitet Silikon-Mittelsohlen, die vom 3D-Drucker hergestellt wurden, nachdem die pers?nlichen Parameter des Fu?es erfasst wurden. 3D-Scanner bilden den individuellen Fu?abdruck und die Fu?form ab. Tragbare Sensoren zeichnen pers?nliche Bewegungsabl?ufe nach. Diese biomechanischen Daten werden in eine individuelle, passgenaue Mittelsohle übersetzt, die per 3D-Drucker direkt gedruckt wird. Sie ersetzt die herk?mmliche PU-Mittelsohle. Das Ergebnis ist eine individuell angepasste Schuhsohle.

Die Firma?Vulpés bietet?über App kontrollierbare und beheizbare Schuhsohlen.?

Smartphone steuert Schuhsohle

Auch das W?rme- und K?lteempfinden ist bekanntlich von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Bei der Firma Vulpés glaubt man an die Zukunft der intelligenten Bekleidung. Zum Beweis pr?sentierte sie eine über Smartphone-APP gesteuerte Temperaturkontrolle in Schuhsohlen, Handschuhe und Mützen. Smart beheizbare Handschuhe nennt sich das Ganze und soll nur der Beginn eines vollst?ndig vernetzten Kleidungssystems sein, dem neben den thermalen auch anderen Funktionen folgen sollen, wie Beleuchtung, Musikstreaming, Navigation sowie dem Monitoring von Vitalfunktionen – alles per Smartphone ferngesteuert versteht sich.

Microfactory: Flexibilit?t für individuelle Kundenwünsche

Um Customizing bezahlbar zu machen, bedarf es vollautomatischer Produktions- und Entwicklungsprozesse, die individuelle Konfigurationen und flexible Fertigung kleiner Stückzahlen erm?glichen, ohne dass man auf die Vorteile der Serienfertigung verzichten muss. Auf der ISPO Munich pr?sentierten die Deutschen Institute für Textil- und Faserindustrie (DITF) die sogenannte Microfactory, mit welcher die starre und langsame Lieferkette in der Textilindustrie revolutioniert werden soll, um Kundenbedürfnisse umgehend befriedigen zu k?nnen.

Zu erleben war ein komplett vernetztes Technologie-Workflow-Modell, das die 3D-Simulation der Bekleidung mit der Produktion verknüpft, und zum Beispiel eine individuell nach Kundenwunsch bedruckte Skihose vor den Augen der Zuschauer vom Design bis zum fertigen Produkt entstehen lie?. Als Meilenstein für die Industrie 4.0 gefeiert liegen die Vorteile der Microfactory auf der Hand: Flexibili?t, kürzere Prozessketten und Transportwege, sowie lokale Produktion mit geringerem Personalaufwand.

Smart trainieren mit Snowcookie

Nicht nur mit individualisierter Kleidung und Equipment streicheln die Firmen das Ego der Sportler. Auch Trainingsprogramme zum Beispiel für ambitionierte Skifahrer werden auf das K?nnen und den Fahrstil jedes Einzelnen zugeschnitten. Die Schweizer Firma Snowcookie verpasst dem Skifahrer und seinen Skiern drei Sensoren, die mit einer Smartphone-App kommunizieren. Sie zeichnen die Fahrbewegungen auf und analysieren Carvingtechnik, Geschwindigkeit und K?rperhaltung des Users. Einfach nur Skifahren war gestern. Ab sofort wird smart trainiert.

Mit der Mammut-Connect App kann sich der Sportler direkt mit seinem Equipment verbinden.?

Die Firma Mammut will ?individuelle?Bergerlebnisse"?mit ihren?Produkt digital verknüpfen.?Dank NFC-Technologie (Near Field Communication) kann sich der Bergsportler mit der Mammut-Connect-App mit seinem Equipment verbinden. über sie erh?lt er besondere Angebote, z.B. kann er damit die Garantie seiner Produkte verl?ngern. Die?App bietet au?erdem:

  • Produktvideos
  • ein pers?nliches Gipfeltagebuch
  • die M?glichkeit für pers?nliches Produktfeedback
  • Interaktion mit der Community, also anderen Mammut-Kunden

Mammut m?chte damit nach eigener Aussage?Produkt-?und?Outdoorerlebnis zu einem ?pers?nlichen Moment" kombinieren.?

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